HanseMerkur: Nachhaltiger Wachstumstrend setzt sich auch 2011 fort

Erstmalig Neugeschäftsrekord in allen Sparten / Gruppen-Beitragssteigerung um 12,8 Prozent / Deutlicher Ausbau des Kundenbestandes um über 500.000 Personen / 1.500 Euro Bonuszahlung an alle Mitarbeiter / Ziel 2012: Bestandssicherung und Konsolidierung bei moderatem Wachstum von 5,4 Prozent

29. März 2012 Die HanseMerkur Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2011 ihren nachhaltigen Wachstumskurs auch im zehnten Jahr in Folge bestätigen und eine Beitrags-einnahme im selbst abgeschlossenen Geschäft von 1.255,6 Mio. Euro erzielen. Die markt-überdurchschnittliche Geschäftssteigerung um 12,8 Prozent (Branche: - 1,2%) war getrieben durch ein Rekord-Neugeschäftsvolumen, das um 7,7 Prozent über dem Vorjahr lag und an dem erstmalig alle Sparten beteiligt waren. Dieser Vertriebserfolg führte zu einem deutlichen Ausbau des Kundenbestandes um über 500.000 Personen auf 6,68 Millionen Versicherte.

Geschäftsfeldentwicklung
Im Hauptgeschäftsfeld Gesundheit und Pflege stiegen die Beitragseinnahmen um 17,4 Prozent auf 948,0 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs, der mehr als dreimal so hoch ist wie der Branchendurchschnitt (+ 4,9%). Der Nettozubau um 31.038 Vollversicherte lag auf dem hohen Niveau des Vorjahres (+ 31.427). Damit konnte die HanseMerkur, wie schon 2010, den zweitstärksten Branchenzuwachs in diesem Segment verbuchen. Erstmals haben über
200.000 Personen (203.293) einen Krankheitskosten-Vollschutz abgeschlossen. Außerdem wurden 25.455 Neukunden in den Ergänzungsversicherungen dazu gewonnen, so dass 1.311.457 Personen Ende 2011 beim Hamburger Unternehmen krankenversichert waren. Dazu kommen 391.568 neue Kunden in der Brillenversicherung aus der Kooperation mit der Optikerkette Fielmann, die seit Beginn 2011 auch in Österreich angeboten wird. Der Bestand an diesen "Nulltarif-Versicherungen" wuchs im Berichtsjahr erstmals auf über fünf Millionen Verträge (5,43 Mio.).

Im Geschäftsfeld Altersvorsorge sanken die Beitragseinnahmen um 2,0 Prozent auf 163,4 Mio. Euro (2010: 166,7 Euro). Dafür verantwortlich war der Rückgang der Einmalbeiträge von 51,2 Mio. Euro (2010) auf 45,6 Mio. Euro. Dagegen hat sich der Versicherungsbestand, gemessen an der Versicherungssumme, in der HanseMerkur Lebensversicherung AG um 623,9 Mio. Euro auf
4.816,1 Mio. Euro erhöht. Im Geschäftsfeld Reise und Freizeit wurde bei einer Prämiensteigerung von 4,1 Prozent auf 104,6 Mio. Euro (2010: 100,5 Mio. Euro) das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Und im Geschäftsfeld Komposit stiegen die gebuchten Beiträge um 2,3 Prozent auf 39,9 Mio. Euro (2010: 39,0 Mio. Euro).

Eigenkapital gestärkt
Der Gruppen-Überschuss vor Steuern und Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) notierte bei 97,5 Mio. Euro (2010: 104,6 Mio. Euro). Dadurch konnte die Risikotragfähigkeit der Gruppe weiter gestärkt und das Konzern-Eigenkapital um 14,1 Mio. Euro auf 193,4 Mio. Euro erhöht werden. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 7,6 Prozent und liegt mit 4.209,7 Mio. Euro über der Vier-Milliarden-Grenze. Die Netto-Kapitalerträge betrugen Ende 2011 139,9 Mio. Euro
(2010: 163,9 Mio. Euro).

Leichter Personalzubau / Mitarbeiter-Boni
Im Gegensatz zur Branchenentwicklung, wo die Gesamtzahl der Mitarbeiter in 2011 leicht rückläufig war (- 0,4%), konnte die HanseMerkur 34 Arbeitsplätze zubauen. Damit waren am Ende des Berichtsjahres 1.828 Personen im Innen- und hauptberuflichen Außendienst beschäftigt. Die Mitarbeiter des Innendienstes wurden zudem im März 2012 durch eine Einmalzahlung in Höhe von 1.500 Euro am Unternehmenserfolg des Jahres 2011 beteiligt.

Plädoyer für duales Krankenversicherungssystem
Im Rahmen des Pressegesprächs zur Vorstellung der Bilanz 2011 warnte der Vorstandsvorsitzende der HanseMerkur, Fritz Horst Melsheimer, eindringlich vor Überlegungen, das duale Kranken-versicherungssystem zugunsten einer Einheitsversorgung zu opfern. "Gerade das duale System mit gesetzlichen Kassen und privaten Krankenversicherern ermöglicht Versicherungsschutz für alle Bürger zu im internationalen Vergleich moderaten Kosten. Und dies bei gleichzeitig hoher Qualität und Verfügbarkeit der Versorgung sowie der Teilnahme aller am medizinisch-technischen Fortschritt. Kapitaldeckung macht das PKV-System demographiefest, schafft Generationen-gerechtigkeit und entlastet zusätzlich das Gesundheitssystem. Gerade das gern von Befürwortern einer Einheitsversicherung ins Feld geführte Beispiel der Niederlande zeigt, dass durch die Abschaffung der PKV kein Qualitäts-, wohl aber ein Kostenschub erreicht wurde. Dort haben sich laut OECD-Zahlen zwischen 2003 und 2009 die Gesundheitsaufwendungen um 16,5 Prozent schlechter entwickelt als in Deutschland. Bezogen auf die Gesamtgesundheitskosten in unserem Land entspräche dies einer Mehrbelastung von 45,9 Mrd. Euro jährlich. Das kann ernsthaft von niemandem gewollt sein", so Melsheimer.

Auszeichnungen 2011/2012
Im Dezember 2011 erhielt die HanseMerkur Krankenversicherung AG in Lighthouse, Florida/USA die erste internationale Auszeichnung für ihr Automatisierungsprojekt, den Global Award for Excellence in Business Process Management and Workflow. Durch die Neustrukturierung der IT-Landschaft können inzwischen nahezu 30 Prozent der Leistungsabrechnungen maschinell durchgeführt werden, ein Spitzenwert in der Versicherungswirtschaft. Somit hat heute Personal mit hoher Fachkompetenz mehr Zeit für die Klärung komplizierter Fälle. Im Januar 2012 wurde der HanseMerkur im zweiten Jahr in Folge das Gütesiegel Hamburgs bester Arbeitgeber verliehen. Das Unternehmen zählt damit zu den Top 40-Unternehmen der Metropolregion an der Elbe. Die Helmut-Schmidt-Universität, das Institut für Management und Wirtschaftsforschung sowie die Hamburg School of Business Administration bewerteten die aktuelle Personalarbeit und wie die Firmen personell für die Zukunft gerüstet sind. Außerdem erhielt die HanseMerkur im März 2012 das Zertifikat des bundesweiten audits berufundfamilie. Damit räumt das Unternehmen der Arbeitszufriedenheit seiner Mitarbeiter(-innen) und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle, höchste Priorität ein. Die HanseMerkur wird im Rahmen eines dreijährigen Prozesses entsprechende personalpolitische Ziele umsetzen und ihre Attraktivität als Arbeitgeber weiter erhöhen.

Ergebnisse Erstes Quartal 2012
Die Beitragsentwicklung des ersten Quartals 2012 gestaltete sich in allen Geschäftsfeldern positiv und liegt deutlich über dem vom GDV prognostizierten Branchenwachstum von einem Prozent. Die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsfeldes Gesundheit und Pflege wurde zu Jahresbeginn durch eine weit unterdurchschnittliche Beitragsanpassung von nur 2,5 Prozent erneut unter Beweis gestellt. Das Geschäftsfeld Altersvorsorge profitiert von einer im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Verzinsung der Kundenguthaben von 4,0 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr wird bei einem Gruppen-Beitragswachstum von 5,4 Prozent eine Prämieneinnahme in Höhe von 1,3 Mrd. Euro erwartet.

Ziel 2012: Bestandssicherung bei moderatem Wachstum
"Nach dem starken Wachstum der HanseMerkur Gruppe, insbesondere in den vergangenen drei Jahren, werden wir in diesem Jahr die Bestandssicherung und Geschäftskonsolidierung in den Fokus stellen", sagte HanseMerkur-Chef Fritz Horst Melsheimer. "Dies ist auch vor dem Hintergrund der Verlängerung der Stornohaftungszeiten und der möglichen Marktverwerfungen, die sich aus der Umstellung auf die Unisex-Kalkulation ergeben können, geboten. Daher planen wir für 2012 mit einem für unsere Verhältnisse eher moderaten Wachstum".

Ergebnisse im Überblick sowie Fotos der Pressekonferenz finden Sie hier.
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